Johannes von Gmunden (ca.*1380/84 – †23.02.1442) war der wichtigste spätmittelalterliche Astronom seiner Zeit in Europa, Universitätsprofessor in Wien, u. a. Dekan der Artistenfakultät, und wird als wesentlichster Wegbereiter der astronomischen Wissenschaften im Humanismus auf deutschen Boden  angesehen.

Aufgrund seiner auf Mathematik und Astronomie konzentrierten Lehrtätigkeit sieht man in ihm auch den ersten Fachprofessor der Wiener Universität. Neben etlichen mathematischen Schriften sowie überarbeiteten Bau- und Gebrauchsanleitungen astronomischer Instrumente stammen von ihm nicht zuletzt der erste jemals gedruckte Kalender, der als „Gmundischer Kalender“ berühmt wurde, und Tafelwerke zu den Mondbewegungen, nach denen selbst Christoph Kolumbus navigierte.

Berühmt wurde J.v.Gmunden auch durch die Widerlegung der Prophezeiungen des Jakobus von Erfurt, der für den September 1432 großes Unheil durch eine seltene Planetenkonstellation vorhersagte.

Der Asteroid (15955) „Johannesgmunden“ wurde zu seinen Ehren benannt.

 

 

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